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Die Regenbogenbrücke
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Eine Brücke verbindet den Himmel und die
Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens. Auf
einer Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünem
Gras. Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es
zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es stets zu Fressen und zu Trinken und es
ist immer warmes, schönes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere werden im
Land hinter der Regenbogenbrücke wieder jung und gesund und spielen den ganzen
Tag zusammen. Die Tiere sind dort glücklich und zufrieden und es gibt nur eine
Kleinigkeit, die sie vermissen. Sie alle sind nicht mit dem Menschen zusammen,
den sie so sehr geliebt haben.
So laufen und spielen sie jeden Tag
zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht. Die
Nase bebt, die Ohren stellen sich nach vorn und die Augen werden ganz groß!
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus, fliegt über das grüne Gras. Wird
schneller und schneller. Es hat Dich gesehen und wenn Du und Dein Liebling sich
treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn so fest Du kannst. Dein
Gesicht wird geküsst und abgeschleckt, wieder und wieder und endlich schaust Du
nach langer Zeit in die Augen Deines geliebten Tieres, das lange aus Deinem
Leben verschwunden war....aber nie aus Deinem Herzen! Dann überschreitet ihr
gemeinsam das letzte Stück der Brücke des Regenbogens und ihr werdet nie wieder
getrennt sein....nie wieder!
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Botschaft
aus dem Himmel
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Letzte Nacht stand ich an deinem Bett um
einen Blick auf Dich zu werfen, und ich konnte sehen, dass du weintest und
nicht schlafen konntest. Während du eine Träne wegwischtest, winselte ich
leise um dir zu sagen: "Ich bin's, ich hab' Dich nicht verlassen. Ich bin
wohlauf, es geht mir gut und ich bin hier."
Heute morgen beim Frühstück da, war ich
ganz nah bei dir und ich sah dich den Kaffee einschenken während du daran
dachtest, wie oft früher deine Hände zu mir heruntergewandert
sind.
Ich war heute mit dir beim
Einkaufen, deine Arme taten dir weh vom Tragen. Ich sehnte mich
danach, dir dabei zu helfen und wünschte, ich hätte mehr tun
können.
Heute war ich auch mit dir an meinem
Grab, welches du mit so viel Liebe pflegst. Aber glaube mir ich bin nicht
dort. Ich ging zusammen mit dir zum Haus, du suchtest nach dem
Schlüssel. Ich berührte dich mit meiner Pfote und sagte lächelnd: "Ich
bin's."
Du sahst so müde aus, als du dich auf die
Couch sinken ließest. Ich versuchte mit aller Macht, dich spüren zu
lassen, dass ich bei dir bin. Ich kann dir jeden Tag so nahe sein, um
dir mit Gewissheit sagen zu können: "Ich bin nie
fortgegangen."
Du hast ganz ruhig auf deiner Couch
gesessen, dann hast du gelächelt, und ich glaube, du wusstest.... in der
Stille des Abends..., dass ich ganz in deiner Nähe war. Der Tag ist
vorbei..., ich lächle und sehe dich gähnen, und ich sag' zu dir: "Gute
Nacht, Gott schütze dich, ich seh' dich morgen früh."
Und wenn für dich die Zeit gekommen
ist, den Fluss der uns beide trennt, zu überqueren, werde ich zu dir
hinübereilen, damit wir endlich wieder zusammen, Seite an Seite sein
können.
Es gibt so viel, das ich dir zeigen
muss und es gibt so viel für dich zu sehen. Hab Geduld und setze deine
Lebensreise fort..., dann komm..., komm heim zu mir.
(Autor unbekannt)
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Ein kleiner
alter Rüde...
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Einer nach dem Anderen geht an
meinem Käfig vorbei.
Zu alt, zu verbraucht, zu abgenutzt, auf keinen Fall.
Hat die Zeit hinter sich, taugt nicht mehr für Lauf und Spiel mit dem
Ball.
Dann schütteln sie langsam den Kopf und gehen vorbei.
Ein kleiner alter Rüde, krank von Arthrose und Schmerz.
Es scheint, für mich gibt es keinen mehr mit Herz.
Ich hatte mal ein Zuhause und auch ein Bett.
Einen Platz warm und Futter - so nett.
Nun wird mein Fang grau und mein Augenlicht schwach.
Wer möchte einen Hund, so alt und schwach.
Meine Familie entschied, ich sollte weg.
Ich war im Weg und meine Haltung, kein Zweck.
Ganz gleich welcher Grund in den Sinn ihnen kam.
Es war nicht Recht, dass man mein Leben mir nahm.
Nun sitz ich im Käfig. Tagaus und tagein
finden jüngere Hunde ein neues Daheim.
Als ich, fast am Ende, schon den Glauben verlor,
sahst du mein Gesicht und Hoffnung kam empor.
Du sahst durch das Grau und die vom Alter gebeugten Beine
Und sagtest mir, dass jenseits des Käfigs die Sonne noch scheine.
Du nahmst mich nach Hause, gabst mir Futter und einen Platz zu leben,
teiltest dein Kissen mit meinem armen müden Kopf daneben.
Wir schmusen und spielen und du sprichst lieb mit mir.
Du liebst mich so innig und zeigst es auch hier.
Auch wenn ich viele Stunden mit andren verbracht habe,
so ist deine Liebe zu mir eine besondere Gabe.
Ich verspreche die Liebe zurück zu geben,
während meines gesamten restlichen Leben.
Wir werden Wochen oder Jahre miteinander überstehen.
Wir teilen ein Lächeln und ich werde dich weinen sehen.
Und wenn der Abschied kommt für mich und dich,
weiß ich, dass du weinst und dein Herz trauert um mich.
Wenn ich dann die Brücke erreiche, ganz frisch
Sind meine Gedanken bei dir an deinem Tisch.
Und ich werde prahlen vor allen und jedem
Von der Person, die meine letzten Tage erfüllte - mein Leben.
(Anonym)
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Ein Tierheimhund klagt an...
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Schweigend steh ich da, erschüttert, vor den Boxen,
engmaschig vergittert. Ein alter Hund mit weißem Bart, die Flanken
eingefallen, dünn behaart, schaut mich mit leeren Augen an: "Du hilfst mir
auch nicht, fremder Mann ! Spar dir dein trauriges Gesicht, dein Mitleid,
nein, das brauch´ ich nicht !
Geh endlich weiter, fremder Mann, denn du
erinnerst mich daran, dass alle Liebe, die ich hab, umsonst ich einem
Menschen gab ! Doch wenn er käm´, holt´ mich nach Haus, wie anders säh´ die
Welt dann aus ! Mein ganzes Herz wär´ wieder sein - warum nur ließ er mich
allein?
Geh´ endlich weiter, fremder Mann, denn du erinnerst mich
daran, dass alles hätte ich gegeben, für deinen Bruder - selbst mein
Leben ! Spar dir dein trauriges Gesicht, dein Mitleid, nein, das brauch´
ich nicht. Geh weiter - oder wag´ den Schritt, hab´ Erbarmen - nimm mich
mit !"
(Autor unbekannt)
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Der alte Kettenhund
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Ich bin allein.
Es ist schon Nacht
und stille wird´s im Haus.
Dort ist ein Feuer
angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.
Er liegt im warmen
Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu.
Und ich auf meinem
harten Brett, bewache seine Ruh.
Die Nacht ist kalt,
ich schlafe nicht, der Wind aus Ost weht kalt:
die Kälte ins Gebein
mir kriecht, ich bin ja auch schon alt.
Die Hütte, die mein
Herr versprach, erlebe ich nicht mehr.
Der Regen tropft
durch´s morsche Dach, Stroh gab's schon längst nicht
mehr.
Die Nacht ist kalt,
der Hunger quält, mein Winseln niemand hört,
und wüsste mein
Herr auch was mir fehlt, er wird nicht gern gestört.
Die Nacht ist lang,
zum zehnten Mal, leck ich die Schüssel aus,
der Knochen, den
ich jüngst versteckt, den grub ich längst schon aus.
Die Kette, die schon
oft geflickt, sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch
ein kurzes Stück und nie werde ich sie los.
Was Freiheit ist
das weiß ich nicht, doch weiß ich, ich bin treu.
So liege ich, wart'
auf den Tod, denn dieser macht mich frei !
(unbekannt)
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Der kleine Hund liebte
seinen Herrn über alles....
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Dieser riesengrosse Mensch war sein
Abgott. Er gab ihm Futter und Wasser und er schien ihn
auch zu lieben; ganz sicher, denn er streichelte ihn
zärtlich und redete mit ihm. Er gab ihm einen Platz
in seiner Wohnung, den er gegen jeden anderen noch so
großen Hund bis zum letzten verteidigen würde!
Das ging so ein ganzes Jahr lang.
Dann wurden die Liebkosungen des Menschen spärlicher.
Er schien immer unruhiger zu werden. Aber da er niemals
vergaß, seinem kleinen Freund das Futter hinzustellen,
machte der sich keine Sorgen.
Ab und zu wurde er auch noch gestreichelt.
Menschen waren und dachten eben anders als Hunde! So
sprang er ihm immer wieder voller Freude entgegen, ja
er schrie förmlich vor Freude, wenn er hörte, dass der
Riesengrosse nach Hause kam, der ihm leicht auf den
Rücken klopfte und beruhigend, wenn auch etwas abwesend
sagte: "Ja, ja! Ist ja gut!"
Dann kam die Urlaubszeit. Die erste
im Leben des kleinen Hundes, der vor Aufregung leise
jaulend neben seinen Herrn in das Auto gesetzt wurde,
das er schon kannte. Er versuchte, sich möglichst nahe
an den geliebten Menschen heranzudrängen, aber der schob
ihn so unsanft zurück, dass der kleine Hund bestürzt
zu ihm aufsah.
Er ahnte nicht, dass sein Herr daran
dachte, dass er wahrscheinlich überall nur Unannehmlichkeiten
mit dem Tier haben und nie ganz frei sein würde. Er
konnte ihn sicher nicht allein in dem fremden Hotelzimmer
lassen, und er konnte und wollte ihn auch nicht dauernd
mit sich herumschleppen.
Der kleine Hund, der verunsichert
vorsichtig mit der Pfote nach ihm tappte, erschien ihm
auch längst nicht mehr so nett, wie damals als er ihn
in einem Schaufenster sah und kurz entschlossen kaufte,
weil er sich gerade sehr einsam fühlte. Aber im Urlaub
wollte er Bekanntschaften machen. Er wollte, nun ja,
was halt alle im Urlaub wollen.
Der kleine Hund war plötzlich eine
Last für ihn, und er begann zu überlegen, wie er ihn
loswerden könnte. Als eine gut übersichtliche Strecke
kam und er ganz sicher war, dass vor und hinter ihm
niemand fuhr, fasste er den kleinen Freund plötzlich
im Genick, der ihn zutraulich ansah und versuchte, rasch
noch seine Hand zärtlich zu lecken, warf ihn kurzerhand
aus dem Wagen und fuhr davon, ohne sich noch einmal
umzusehen.
Der kleine Hund überschlug sich, aber
er hatte keine Verletzung davongetragen. Er stand da,
sah dem Wagen nach, der hinter einer dünnen Staubwolke
immer kleiner wurde, und verstand die Welt nicht mehr.
Sicher würde der Wagen gleich wiederkommen.
Sicher war das nur ein Versehen. Vielleicht ein etwas
grober Scherz wie damals, als er ihn in ein tiefes Wasser
geworfen hatte, um zu sehen, ob er schwimmen könne.
Sicher würde er wieder besonders gestreichelt
werden. Er würde warten, wie er schon so oft gewartet
hatte. Er setzte sich an den Rasenrand der Strasse.
Er war nicht mehr der Jüngste, was ihm sein Herr nicht
angesehen hatte. Seine Augen waren bereits etwas getrübt,
aber er wusste, dass der Wagen, auf den er wartete,
grün war. Manilagrün, wie die Menschen das nannten.
Jedes mal, wenn ein grüner Fleck in
der Ferne auftauchte, richtete sich der kleine Hund
auf, spitzte die Ohren und wedelte unsicher mit dem
Schwanz. Er lief ganz nah an die Fahrbahn. Sicher würde
dieser Wagen, den er nur etwas verschwommen sehen konnte,
halten und er würde schnell hineinspringen und alles
würde wieder so sein wie früher. Aber der Wagen fuhr
vorbei. Und der nächste grüne Wagen auch.
Der kleine Hund war verzweifelt. Er
winselte leise. Was sollte aus ihm werden? Er hatte
doch niemanden auf dieser schrecklich großen, fremden
Welt außer diesem Menschen, der in dem grünen Wagen
davongefahren war. Es kamen noch zehn grüne Wagen, es
kamen zwanzig verschwommen grüne Wagen. Der kleine Hund
wurde immer verzweifelter.
Er lief so nahe wie möglich an die
Fahrbahn heran und dann plötzlich wusste er es: Das
war sicher immer der gleiche Wagen. Er fuhr nur immer
wieder an ihm vorbei. Wenn der nächste grüne Wagen kam,
würde er einfach hineinspringen und dann würde alles
wider gut sein. Er spannte seine müden Muskeln, duckte
sich, als der nächste verschwommen grüne Wagen heranbrauste,
und sprang. Den Aufprall spürte er nur ganz kurz.
Dann wurde er auf die Fahrbahn geschleudert
und der nächste Wagen machte einen zottigen, blutigen
Fleck aus ihm. Einen Fleck, der doppelt so groß war
wie der kleine Hund.
Der tote Hund sah jetzt viel größer
aus, so wie Tote für uns immer größer werden, wenn man
nichts mehr an ihnen gutmachen kann.
(Verfasser unbekannt)
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WENN ICH ALT BIN... |
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werde ich türkis tragen und hellgraue Sweatshirts und ein Tuch in meinem
silbergrauen Haar. Ich werde meine Gesundheitsvorsorge mit süßem Wein und
meinen Hunden verbringen, in meinem Haus auf abgenutzten Sesseln sitzen und
dem Atem meiner Hunde lauschen.
Ich werde mich in lauen Sommernächten aus
dem Haus schleichen und meine Hunde zu einem Spaziergang einladen, falls es
meine alten Knochen erlauben.
Und wenn ich Leute treffe, werde ich
lächeln und nicken und ihnen meine Hunde zeigen, von ihnen sprechen, von denen,
die ich in der Vergangenheit liebte, von denen, die ich heute liebe.
Ich
werde immer noch hart arbeiten, indem ich hinter ihnen aufwische, sie füttere
und ihre Namen rufe, in einer leisen flüsternden Weise.
Ich werde den
Schweiß an meiner Kehle wie Juwelen tragen, vielleicht auch peinlich für einige
sein, für meine Familie, welche noch nicht den Frieden gefunden hat, so frei zu
sein, um Hunde als beste Freunde zu haben.
Diese Freunde, die immer
warten, zu jeder Stunde, dass du dich zu ihnen hinabbeugst, und sie aus tiefem
Schlaf erwachen, leichtfüßig auf die Beine springen, um dich zu begrüßen, als
wärst du ihr Gott. Mit warmen Augen voller bewundernder Liebe, hoffend, dass du
bleibst und ihren festen Hals streichelst, ihre lieben süßen Köpfe küsst und
leise in ihrer so speziellen Gesellschaft sprichst.
Ich sehe in den
Spiegel und sehe, dass auch ich älter werde. Ich sehe den Menschen, der ich bin
und immer gewesen bin. Hunde zu lieben ist einfach, sie sind ein Teil von mir,
akzeptieren mich so, wie ich bin, meine Hunde begrüßen meine Anwesenheit in
ihrem Leben.
Wenn ich alt bin, wird das sehr wichtig für mich sein; du
wirst es verstehen, wenn du selbst einmal alt bist,
und wenn du Hunde
hast, die du liebst!
Unbekannter
Verfasser
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I am not there...
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Do not stand at my grave and weep.
I am not there. I do not sleep.
I am a thousands winds that blow.
I am the diamond glints on snow.
I am the sunlight on ripened grain,
I am the gentle autumn rain.
When you are awaken in the mornings
hush,
I am the swift uplifting rush
of quiet birds in circled flight.
I am the soft stars that shine
at night.
Do not stand at my grave and cry,
I am not there, I did not die.
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(unknown)
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Übersetzung:
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Der Betrug
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Man
hat mich gesehen und
kaufte mich prompt,
denn ich bin ein Hund, der
vom Züchter kommt.
Und wird es nicht allenthalben empfohlen,
man soll gute Hunde beim Züchter holen?
Und alle Erwartungen trafen ein:
Ich bin lieb und hübsch und kann auch folgsam sein.
Mich
hat man am Strand draußen aufgelesen,
da
bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man
hat mich getreten, es
gab nichts zu fressen,
dann
stieß man mich weg und
hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank, mein
Herz tut mir weh.
Hab
nur gelernt, daß ich gar nichts versteh.
Ich
wurde in einer Tonne geboren, meine
Finder gaben mich schon verloren. Meine
rechtes Ohr hängt, das
linke blieb stehen, und
auf einem Auge kann
ich nicht sehen. Ich
liebe die Menschen und
weiß nicht warum. Sie
finden mich häßlich, mickrig und dumm.
Ihr
seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt. Man
pflegte mich gut in der großen Stadt. Sie
haben mich sogar angezogen, operiert
und die Ohren hochgebogen. Dann
wurde ich an einen Baum gebunden, dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.
Und
du? Wer bist du? Hast
noch nicht gesprochen.
Hast bis jetzt mit der Nase nur
am Gitter gerochen. Wenn
sie kommen um einen auszusuchen, verschmähst
du all ihre Hundekuchen. Siehst
niemanden an und willst dich nicht binden.
Möchtest du keine neue Familie finden?
Eine
Pause tritt ein. Niemand
sagt ein Wort.
Der
Blick des Gefragten driftet weit fort.
Sein
Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,
der
Körper ist mager und doch voller Kraft.
Dann dreht er sich um, sein
Schwanz fächelt leicht -
der Wind, der von Norden herüberstreicht.
Der
Blick seiner blauen Huskyaugen
scheint
sich am Fragenden festzusaugen.
Versteht Ihr nicht, flüstert er in den Wind,
daß
wir nur eine Laune der Menschen sind?
Sie
wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen
und
wissen doch nicht, wohin mit uns allen.
In
dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn
es werden tausend Welpen geboren.
Wir sind viel zu viele, das ist der Betrug, denn
Menschen bekommen niemals genug! Sie
wissen es alle, doch die endlose Flut immer
neuer Hunde gefällt ihnen gut. Die
endlosen Züge der Überschußfracht sind im Tierheim ja wunderbar untergebracht.
Sanft
hebt er die Schnauze, setzt
an zum Gesang.
Ein klagender Ton zieht
die Gitter entlang.
Eine
Türe schlägt zu, und
dann schweigt er still,
weil
das, was er weiß, niemand
wissen will.
Dann
legt er sich nieder, bettet
ruhig sein Haupt.
Oh
ja, es sind viele! Viel mehr, als man glaubt..!
I. Winiawsky
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Zitat
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"Wenn du den Tag ohne Kaffee
beginnen kannst, ohne gereizt zu sein,
wenn du immer fröhlich bist und Wehwehchen
und Schmerzen ignorieren kannst,
wenn du dich nicht beschwerst oder
Leute mit deinen Problemen langweilst,
wenn du jeden Tag dasselbe essen kannst
und dafür noch dankbar bist,
wenn du Verständnis dafür hast, dass
die Menschen die du liebst, zu beschäftigt sind, um Zeit mit dir
zu verbringen,
wenn du darüber hinwegsehen kannst,
dass die, die du liebst, manchmal ohne Grund ihre Aggressionen
an dir auslassen,
wenn du einen reichen Freund nicht
besser als einen armen behandelst,
wenn du der Welt ohne Lüge und ohne
Täuschung gegenüberstehen kannst,
wenn du wahrlich sagen kannst, dass
es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen, Farben,
Religionen, Weltanschauungen und politischen Meinungen
gibt,
wenn du bedingungslos lieben kannst,
ohne Druck auszuüben oder Erwartungen
zu haben,
dann, mein Freund,
bist du fast so gut wie dein Hund."
(Hermann Hesse)
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Die kleine Fledermaus.....
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( In eigener Sache: Diesen Beitrag stellte
ich
in ein Forum; es ging um einen Hund, der in einer
ungarischen Tötungsstation verstarb. Nach der Erfahrung,
wie vergänglich ein Forum, wie unsicher der Bestand
von solchen Beiträgen sein kann, soll der nachfolgende
Text genau an dieser Stelle einen dauerhaften Platz bekommen. Schon
wegen des kleinen Vermächtnisses, welches in diesem
Beitrag enthalten
ist. )
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Verfasst am: 04.04.2006, 14:52
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Als ich vor einiger Zeit dieses Bild auf
der HP sah, war in mir sofort das Gefühl, daß diese arme Socke weit näher an
der Schwelle des Todes als am Rückweg zum Leben lag. Ich schäme mich nicht
der Tränen, die bei mir hochkamen. Zugleich stieg auch die Wut über Menschen,
die solches Leid unter den Tieren zu verantworten haben.
Ich freue mich für jedes Tier, das gerettet werden
kann und ein Leben in Würde und Harmonie erwartet. Gleichzeitig drohe ich zu
ersticken an dem Bewußtsein, daß unzählige Kreaturen in Qual und Pein
existieren und ohne Trost und Liebe elend zugrundegehen.
Kleiner Mann, Ich weiß nicht, ob Du jemals mit einem
geliebten Menschen über die Regenbogenbrücke gehen kannst. Ich weiß aber
genau, daß im Land an der Regenbogenbrücke eine ganze Menge Hundekumpel, die
ich ganz genau kenne, warten und Dich in ihrer Mitte aufnehmen. Die werden
mit Dir spielen, toben, fressen, teilen, trösten, werden Deine Freunde sein.
Wenn ich dereinst zur Regenbogenbrücke komme, nehmen
wir alle Dich einfach mit uns mit, versprochen !!
Bis dahin viele liebe Grüße von
_________________
Peter und dem Altersheim
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