Ich glaube, wenn es einen Pokal für den größten
Pechvogel geben würde, würde ich diesen erhalten.
Im Sommer 2004 wurde
ich als angeblicher Fundhund hierher abgeschoben. So, wie sich herausstellte,
musste ich leider einem Welpen weichen
Danach wurde ich trotz
sorgfältiger Interessentenauswahl an die falschen Leute vermittelt. Zum einen
klappte es nicht, da ich der Meinung bin, meine neue Familie etwas beschützen zu
müssen, und entwickelte Schutztrieb. Damit konnte die Familie nicht umgehen. Im
anderen Fall wurde ich zurückgebracht, da ich einen kleinen Hund gebissen hatte.
Die Kleinen kann ich nämlich leider gar nicht leiden.
Durch meine
nervöse Art im Tierheim wurde das leider auch schlimmer, man muss halt
verstehen, dass ich hier sehr unglücklich bin. Manchmal, wenn ich zu viel Stress
habe, nehme ich auch ganz stark ab, obwohl ich 3x täglich gefüttert werde.
Organisch fehlt mir nichts, wie Blutuntersuchungen ergeben haben.
Da ich
zu Übersprungshandlungen neige, wenn ich mich zu sehr über andere Hunde ärgere,
sollte an diesem Problem gearbeitet werden, notfalls sollte ich in der
Anfangszeit mit Maulkorb geführt werden. In meinem Zuhause wäre es schon toll,
wenn ich nach so langer Zeit der Mittelpunkt wäre. Sollte ich als Zweithund
einziehen, muss der vorhandene Hund schon ein großer sein, und ich muss ihn
vorher erst einmal richtig kennenlernen. Ich habe auch einige Hundefreunde, die
ich schon länger kenne (Rüden und Hündinnen), aber bei fremden Hunden bin ich
erstmal "skeptisch", und wenn sie mir nicht sympathisch sind, unfreundlich.
Ob ich mit Katzen im Zuhause klar komme, ist nicht sicher. Draußen zeige ich
kaum Jagdtrieb, aber da ich kleine Hunde nicht mag, kann es durchaus sein, dass
ich Katzen im neuen Zuhause auch nicht gut finde.
In meinem neuen
Zuhause sollten auch nicht mehr so viele Treppen sein, da ich mit meinem rechten
Knie Probleme habe und mir auch das Cauda Equina manchmal zu schaffen macht. Für
meine alten Gelenke wäre es natürlich auch toll, wenn ich nicht noch einen
Winter im Zwinger verbringen müsste.
Mittlerweile bin ich schon 9 Jahre
alt, ich sitze schon mehr als die Hälfte meines Lebens im Tierheim. Sollte das
nicht endlich genug sein??? Wenn du konsequent bist, Hundeerfahrung und Lust
hast, noch ein wenig mit mir zu arbeiten, dann steht einem gemeinsamen
Zusammenleben doch nichts mehr im Wege, oder?
|